Hat man erst mal seine große Liebe gefunden, dauert es nicht mehr sehr lange bis zum großen Lebensereignis: die Hochzeit. Von Vielen geliebt – man ist im Mittelpunkt mit einem schönen, weißen Hochzeitskleid oder einem eleganten, schwarzen Smoking – von Vielen aber auch als stressig empfunden, was zum Streit führen kann.
Jeder weiß, dass jedes Land ihre eigene Kultur hat. Lasst uns schauen, wie es in Korea ist:
Während das Hochzeitspaar in den westlichen Ländern eher mit ein paar Verwandten oder Bekannten feiert, ist in Korea die ganze Familie einbezogen. Dazu kommen noch alle Freunde seit Grundschulzeit, Lehrer aus der Schule, Geschäftspartner etc. – in Korea sind es meistens mehrere Hundert Leute die zu einer Hochzeit gehen.
Die ganze Hochzeit dauert nur etwa 3-4 Stunden und ist recht kurz im Vergleich zu Deutschland.
Vom Heiratsantrag bis zur Zeremonie
Der erste Schritt ist meistens, dass der Schwiegersohn bei den Eltern der Braut um deren Hand hält.
Bei sehr traditionellen Vätern verbeugt er sich dabei und legt sich flach vor den Schwiegereltern auf den Boden, um seinen Respekt zu erweisen.
In der Regel wird der Hochzeitstermin von den Eltern der Braut gesetzt, der Bräutigam steuert die Wohnung bei und die Braut die Inneneinrichtung (vor allem die Küche).
Heutzutage ist die Hochzeit eine Mischung zwischen westlichen und traditionellen koreanischen Hochzeiten.
Der Ablauf:
Das Paar geht zuerst in westlichen Hochzeitskleidern (s. linkes Bild) in einen der modernen Hochzeitsräume. Diese Zeremonie dauert ca. 30 Minuten. Meistens sind so viele Leute eingeladen, dass nicht alle Gäste in den ‘Haupthochzeitsraum’ passen, die anderen Säle haben dann eine ‘Live Video-Übertragung’ zur Hauptzeremonie

Die traditionelle Hochzeit beginnt mit einer Fotosession, die in traditionellen koreanischen Gewändern (Hanbok, s. rechtes Bild) abgehalten wird.
Die Brauteltern warten am Hochzeitstisch auf den Brautzug des Bräutigams, der von einer Art Trauzeuge angeführt wird – meist in einem Garten vor dem Tempel oder dem Haus, in dem die Hochzeitszeremonie stattfindet. Oft ist es so, dass die Hochzeitshallen extra Fotostudios mit dabei haben, sodass die Bilder drinnen geschossen werden können – bei schlechtem Wetter zum Beispiel.
Ist der Brautzug bei den Eltern angekommen, erhalten die Brauteltern vom Trauzeugen des Bräutigams jeweils eine Mandarinente.
Der Bräutigam stellt sich an die östliche Seite des Hochzeitstisches. Danach kommt die Braut, die sich an die westliche Seite stellt.
Braut und Bräutigam waschen sich die Hände und verbeugen sich.
Dann tauschen Braut und Bräutigam Wein in kleinen Behältern (meist Kürbisflaschen) aus und verbeugen sich vor den Anwesenden. Der Alkohol bedeutet die Verbindung
der Schicksale der zwei Menschen, und die Kürbisflasche symbolisiert die Harmonie, denn diese Flasche ist nur dann eine Einheit, wenn beide Teile einander ergänzen.
Wenn das alles getan ist, wird gegessen und getrunken, und das war’s schon. Eine koreanische Hochzeit ist recht kostspielig.
Die Miete des weißen Brautkleides für einen Tag kann ca. 1.500 Euro kosten, der Hanbok wird normalerweise gekauft.
Insgesamt kann man für eine traditionelle Hochzeit mit Kosten von ca. 10.000-20.000 Euro rechnen. Dazu kommen noch kosten für den Fotografen, Photobücher usw.
Die Kosten werden normalerweise vollständig durch die Geldgeschenke der Gäste und Verwandten finanziert, manchmal bleibt sogar eine Starthilfe für das Paar übrig. Oft werden die Geldgeschenke auch an die Eltern der Braut übergeben.
Bei einer koreanischen Hochzeit ist es üblich Geld zu schenken, da die Kosten so hoch sind. Wertgeschenke, wie man es bei uns findet, ist dort eher unangebracht.
Wer mehr sehen will, hier ein Video: 
Quellen:
http://de.koreaorbit.com/koreanische-kultur/koreanisch-hochzeit.html
http://www.asien-zuhause.ch/Korea_Allgemein/Koreanische_Hochzeit.htm











