Am heutigen Tag ist in Korea der “Memorial Day”, einer der größten nationalen Feiertage. Wie aus dem Namen zu erkennen ist, ist es ein Tag des Gedenkens. Wer an einem Tag wie heute durch Seoul läuft, wird nicht viele Geschäfte und Büros finden, die geöffnet haben.
Seit 1956 werden am 06. Juni die Gefallenen des Korea Kriegs und der Freiheitskämpfe geehrt. Der Koreakrieg begann am 25. Juni 1950 und endete drei Jahre später am 27. Juli 1953. Während die Nordkoreaner China als Verbündeten hatten, waren es die Amerikaner, die den Südkoreanern im Krieg zur Seite gestanden hatten.
Der Krieg führte zu der Trennung Koreas in Nordkorea und Südkorea. Zahlen sagen, dass während des Koreakriegs 940.000 Soldaten und 3.000.000 Zivilisten auf beiden Seiten den Tod fanden. Auf Grund des Kriegs und der immer noch angespannten politischen Situation zwischen Nord- und Südkorea, sind in Südkorea noch immer viele amerikanische Soldaten stationiert. Die Grenze zwischen den beiden Länder ist streng bewacht und noch immer kommt es zu Angriffen – wie zum Beispiel im Frühjahr 2011, als die nordkoreanische Truppen die südkoreanische Insel Yeonpyeong angriffen. Zwei Soldaten wurden getötet, mehr als ein Dutzend verletzt und die Einwohner der Insel verloren meistens ihr komplettes Hab und Gut.
Zur Tradition des Memorial Days gehört, dass um 10 Uhr morgens auf dem ‘Memorial-Friedhof’ (auf welchem ausschließlich Kriegsgefallene ruhen und Gedenktafeln der gestorbenen Soldaten aufgestellt wurden) eine Zeremonie stattfindet, welche von dem Präsidenten Koreas und seinen zwei engsten Ministern besucht wird. Um Punkt 10 Uhr ertönen im ganzen Land Sirenen, welche zu einem zehn-minütigen Gebet, zu Ehren der Gefallenen, aufrufen. Des Weiteren gibt es ein Lied zu diesem Tag, den “Memorial Day Song”:

Viele Leute legen Essen, Soju oder Blumen an den Gräbern ihrer Verwandten nieder.
Mal wieder zeigt es, das Krieg schrecklich ist und Leid und Tod bringt. Es ist wichtig solche Ereignisse nicht zu vergessen, damit in Zukunft vielleicht die Welt ein besserer Ort ist.
Unsere Gedanken sind heute in Korea.
Quellen: Wikipedia, Blogs, Google












Traurig. Zwischen Nord und Süd Korea herrscht “Krieg”?
Es herrscht Waffenstillstand – aber Frieden ist es ja nicht. Früher waren Nord- und Südkorea ein Land. So ähnlich wie in Deutschland, als wir in BRD und DDR getrennt waren. Die Grenze zwischen den beiden Ländern ist dicht, Ausländer können nach Nordkorea einreisen – mit einem Reiseführer, in ein kleines Gebiet, was überwacht wird, aber du kannst ja nicht einfach nach Nordkorea reisen. Koreaner können gar nicht über die Grenze – ansonsten würde in Nordkorea wahrscheinlich niemand mehr hocken. Jedes Jahr sterben Leute oder kommen ins Zuchthaus, bei dem Versuch Nordkorea über China, nach Laos bis nach Thailand zu verlassen. Thailand ist das einzige Land der asiatischen Staaten dort, die Nordkoreaner tatsächlich nach Seoul ausreisen lassen, alle anderen Länder liefern Flüchtlinge zurück nach China und von dort aus wieder nach Nordkorea aus. Viele überleben dort das Gefängnis oder die Zuchthäuser nicht, teilweise nehmen sie sich auch das Leben.
Es gibt eine christliche Hilfsorganisation, die Flüchtlingen, die es immerhin nach China geschafft haben und sich dort verstecken, diese beschwerliche Reise bis nach Thailand zu ermöglichen, auch wenn es gefährlich ist und viele an ihre Grenzen stoßen. Sie müssen durch Urwald wandern, fern ab von offiziellen Wegen und Straßen, aus Angst vor dem chinesischen Militär.
Wenn sie einmal in Seoul angekommen sind, müssen sie erst einmal lernen, wie es ist in Südkorea zu leben. Die meisten Nordkoreaner wissen mit der ganzen Technik, mit fließend Wasser und konstanter Elektrizität gar nichts anzufangen, viele haben eine schlechte bis gar keine Schulausbildung.